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Franz von Suppé selten so gehört.
• • • • • (bewertet mit 3 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Ouvertüren Vol. 3 (Audio CD) Alfred Walter hat in einer Serie von 6 CDs neben weltberühmten Meisterouvertüren von Franz von Suppé auch längst verschollen Geglaubtes wieder ans Licht gebracht. Auch auf dieser 3. CD sind wieder einige interessante Titel dabei. "Tricoche und Cacolet", die Ouvertüre zu einer Komödie der Offenbachlibrettisten Meilhac und Halèvy z. B., zeigt uns Suppé von einer ganz ungewohnten, romantisch verspielten Seite. Der "Titania Walzer" aus "Die Afrikareise" bringt neben dem Vorzug, endlich einmal etwas aus diesem nicht mehr aufgeführten Spätwerk von Suppé zu hören, wunderschöne Melodien in einem Stil, wie man ihn eher von Strauß oder Lanner erwarten würde. Ein Novum schließlich die Ouvertüre zu "Franz Schubert", einer Operette aus dem Jahre 1864, die ausschließlich nach Originalmusik Schuberts von Franz von Suppé zusammengestellt wurde. Inwieweit die Umsetzung Schubert'scher Melodien in die Tonsprache Suppés stilistisch gelungen ist, vermag ich, da kein Schubert-Kenner, nicht zu beurteilen, aber es ist allemal interessant anzuhören.
Leider lässt die Interpretation durch Alfred Walter auch bei dieser CD, und zwar immer dort, wo man Vergleiche ziehen kann, zu wünschen übrig. Ausgerechnet bei der "Leichten Kavallerie" mangelt es an Präzision; das schöne Trompetensolo am Ende des berühmten Reitermarsches geht im Fortissimo des übrigen Orchesters teilweise verloren. Die Ouvertüre zu "Fatinitza" scheint Walter in einem sehr eigen zu nennenden, fast einheitlichen Tempo zu spielen. Letzteres ist nicht ganz so von Belang, zumal es sich bei dieser Ouvertüre nicht gerade um eine der Meisterouvertüren handelt. Ich bin nicht einmal sicher, ob sie überhaupt von Suppé stammt, denn laut Angaben in der Biographie von Hans-Dieter Roser (Franz von Suppe/Edition Steinbauer) handelt es sich hierbei nicht um ein Original bzw. die Operette hatte bei ihrer Uraufführung nur ein Präludium.
Das Klangbild, das Walter erzeugt, gefällt mir immer dort, wo Suppé romantisch oder heiter wird; hier spielt das Orchester sehr samtig weich und voller Transparenz. Jedoch wenn Pompöses angesagt ist, scheint es mir manchmal an Kraft zu fehlen und wie gesagt, oft auch an Präzision. Trotz dieser Einschätzung bleibt für mich auch diese CD für alle Suppé-Liebhaber empfehlenswert, schon wegen der Bereicherung um bisher nie gehörte Werke.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 2. November 2008 | | | | | | | | | | Kundenrezensionen: | | | 1. | Franz von Suppé selten so gehört. (die aktuell angezeigte Rezension) |
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|  | | Eloquence - Leichte Kavallerie (Ouvertüren) SUPPE: Overtures, Vol. 4 SUPPE: Overtures, Vol. 1 Ouvertüren Vol.2 Ouvertüren Vol. 5 SUPPE: Overtures, Vol. 6
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